Hotel Mandarin Oriental Bangkok

Ein luxuriöser Kurzbesuch im Hotel Mandarin Oriental Bangkok

 

Im Anschluss an unsere Burmareise gönnten wir uns noch 2 Nächte im weltberühmten Hotel Oriental in Bangkok.

Am Flughafen erwartete uns ein livrierter Chauffeur des Hotels und fuhr uns mit einer Luxuslimousine, vorbei an einem Wald von Hochhäusern mit amerikanisch anmutenden Lichtreklamen, über ein Netz von sich unter- und überquerenden Autobahnen entspannt ins Stadtzentrum. Im Oriental wurden wir mit ausgesuchter Freundlichkeit empfangen und bezogen im 7. Stock unser geräumiges Zimmer mit atemberaubendem Blick auf die Umgebung und vor allem auf den Chao Phraya River, eine der wichtigsten Wasserstraßen der Stadt. Wir konnten uns an dem bunten Treiben mit exotischen Booten und Schiffen aller Art und Größen kaum satt sehen.

Der erste Rundgang durch das Hotel bestätigte, dass wir auf einer paradiesischen Insel der Ruhe und Entspannung, mitten im lauten Großstadtchaos, angekommen waren.

Das Oriental wurde im Jahr 1876 von zwei dänischen Kapitänen gegründet und hat sich in 135 Jahren zu einem Luxushotel der Spitzenklasse entwickelt.  Es wurde immer wieder erweitert und besteht heute neben dem hohen Hauptgebäude aus mehreren, flacheren Flügeln, u.a. dem berühmten „Authors Wing“, in dem viele bekannte Schriftsteller logierten, nach denen auch Zimmer und Suiten benannt sind. Der Gardenwing, River Wing, das Oriental Spa auf der gegenüberliegenden Flussseite, sowie mehrere exquisite Restaurants bieten alles an Luxus und Service, was ein verwöhnter oder gestresster Reisender sich nur wünschen kann. Insofern wundert es auch nicht, dass das Hotel schon mehrfach zum besten Hotel der Welt gewählt wurde.

Wir unterbrachen unseren Rundgang durch das Paradies, um uns einen ersten Eindruck der Umgebung des Hotels zu verschaffen und wurden zunächst von einer feuchten Hitze empfangen, die auch abends noch 32 Grad betrug. Nach wenigen Schritten waren wir mitten im chaotischen Verkehrsgewimmel Bangkoks auf der Suche nach den einschlägigen Kaufhäusern und Einkaufsmalls. Der dortige Besuch war insofern sehr informativ, als er uns zunächst die Technikgläubigkeit  der Thais vor Augen führte – in riesigen Abteilungen wurden modernste Informations – und Unterhaltungstechniken zelebriert und von der Jugend auch begeistert angenommen.

Was uns aber in diesen sehr gut besuchten Kaufhäusern wie ein Schock auffiel, war die verbreitete Übergewichtigkeit in der normalen Bevölkerung – wenig zu sehen von zierlichen asiatischen Figuren, dafür amerikanische Elefantenformate  – Mc. Donalds lässt grüßen! Vielleicht fiel uns das deshalb so auf, weil wir direkt aus Burma kamen, wo Fast Food und  Wohlstandspeck noch keinen Einzug gehalten haben.

Der Unterschied zu Burma hätte in vielem kaum grösser sein können – die Fahrt mit dem Tuc-Tuc zurück zum Hotel war geprägt von Lärm, Verkehrschaos, Luftverschmutzung, heruntergekommenen Straßen und Gebäuden, was wir vielleicht früher noch als exotisch empfunden hätten, war uns aber an diesem ersten Tag  einfach zu anstrengend und nervte!

Zurück im paradiesischen Hotel, genossen wir umso mehr das Abendessen auf der Grillterrasse direkt am Fluss. Eine riesige Auswahl an asiatischen Köstlichkeiten, ein überaus freundlicher und aufmerksamer Service und der Blick auf das Lichtermeer der ständig vorbeifahrenden Boote und Schiffe bildeten den Rahmen für unvergessliche Abende.

Am nächsten Tag absolvierten wir einen Teil des touristischen „Pflichtprogramms“ und besuchten z.B. per Schiff den eindrucksvollen Grand Palace, der zwar sehr überlaufen war, aber auch von überwältigender Vielfalt und Schönheit. Ich verzichte auf Einzelheiten, die jederzeit nachlesbar sind. Die Flussfahrt war sehr interessant, wir bummelten auch nochmals durch die Straßenmärkte in der Umgebung des Hotels, machten dort ein paar Einkaufsschnäppchen, aber letztlich zog es uns doch bald wieder zurück in die einmalige Atmosphäre des Oriental Hotels.

In der dortigen Lobby zu sitzen und die Gäste und anfallenden Events zu beobachten, gehört einfach zum Pflichtprogramm eines Aufenthalts in diesem Hotel. Die gehobene Mittel- und Oberschicht der Stadt gibt sich hier ein ständig wechselndes Stelldichein anlässlich von Hochzeiten, Geburtstagen, geschäftlichen Meetings, Modepräsentationen etc. Hier trifft und präsentiert sich zwanglos Schönheit, Eleganz, Geld und Macht! Die Inszenierungen der Hochzeiten im „Authors Wing“ sind prachtvoll und ein unvergessliches Spektakel, auf den Spuren von Joseph Conrad, G.B. Shaw, James Michener, Somerset Maugham und anderen berühmten Zeitgenossen zu wandeln, bleibt in Erinnerung!

Die Kunden- und Serviceorientierung des Hotels ist legendär  und war letztlich der Verdienst und das Erfolgsgeheimnis des deutschen Hoteldirektors Kurt Wachveitl, der das Hotel 41 Jahre führte und sich erst mit 72 Jahren 2009 zurückzog.

Von Burma kommend, war Bangkok für uns zwar anfangs ein Kulturschock, aber letztlich haben wir die zwei Tage im Oriental doch sehr genossen. Da wir schon öfter in Bangkok waren, konnten wir leichten Herzens auf die üblichen Besichtigungen und Einkaufsorgien verzichten und uns im luxuriösen Ambiente dieses wunderbaren Hotels wohl fühlen und erholen.

 

Esslingen, März 2012                                    Klaus Weidner

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Ein luxuriöser Kurzbesuch im Hotel Mandarin Oriental Bangkok
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Ein luxuriöser Kurzbesuch im Hotel Mandarin Oriental Bangkok
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Ein luxuriöser Kurzbesuch im weltberühmten Hotel Mandarin Oriental in Bangkok, ein Reisebericht mit tollen Bildern
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