Mallorca‘s attraktiver Nordosten

Mallorca – Schöne Landschaften, Strände und Golfplätze

Bucht von Son Severa

Viele Jahre verbrachten wir einige Wochen im Jahr auf der alten Finca von Freunden im Norden der Insel bei Inca. Als Golfspieler stellten wir allerdings fest, dass man sich die ständig steigenden Green-Fee-Preise kaum noch leisten kann, sofern man nicht die Möglichkeit von Ermäßigungen findet, die z.B. bestimmte Hotels anbieten.

Die Lösung war für uns das Eurotel Punta Rotja, das im Nordosten der Insel (Costa des los Pinos) an der wunderbaren Bucht von Son Severa direkt am Meer liegt.

Das sehr gut geführte Hotel hat sich weitgehend auf Golfer aus ganz Europa spezialisiert und bietet attraktive Golfpakete, die zu vernünftigen Preisen Halbpension, Mietwagen, Green- Fees und Wellness ideal kombinieren.

Das Hotel verfügt über eine ausgeprägte Badelandschaft und hat darüber hinaus einen direkten Zugang und Steg zum Meer, das mit seinem glasklarem Wasser zum ausgedehnten Schwimmen bis in den Herbst hinein einlädt.  Dass kein Sandstrand vorhanden ist, trübt das Vergnügen kaum, da am Ufer oder im großen Hotelgarten genügend Sitz- und Liegeplätze vorhanden sind.

Die Frühstücks- und Abendbuffets sind in Qualität und Menge exzellent auf die sportive und dadurch abends hungrige Kundschaft abgestimmt. Der Blick auf die Bucht von Son Severa und das hügelige Hinterland ist zu jeder Tageszeit atemberaubend. Besonders erwähnenswert ist die Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft des Personals an der Rezeption, das nahezu jeden Wunsch erfüllt.

Das Hotel Punta Rotja ist der ideale Standort für Golffreaks – Pula Golf, Capdepera Golf und der Golfclub Canyamel liegen innerhalb von 15 Fahrminuten mit dem Auto, Son Severa Golf liegt 500 Meter vom Hotel entfernt. Der schönste Platz im Norden, Al Canada in Alcudia, benötigt eine Fahrzeit von 45 Minuten, ebenso der Golfclub Val d´Or im Süden.

Bei der Buchung einer Golfwoche sind 5 Green Fees im Pauschalpreis enthalten, die Wahl der Plätze steht dem Gast frei. Die Teetimes werden von der Rezeption reserviert. Fällt eine gebuchte Golfrunde  z.B. wegen Regens aus, erfolgt keine Berechnung – sehr angenehm!

Zu erwähnen wäre noch der Thalassobereich – ein 33 Grad warmes Meerwasser- Schwimmbecken ist sehr erholsam und angenehm nach einer anstrengenden Golfrunde oder einem ausgedehnten Schwimmen im herbstlich kühlen Meer.

Das Punta Rotja ist natürlich auch der ideale Ausgangspunkt um den wunderschönen Nordosten oder Norden der Insel zu erkunden.

In der nachfolgenden Fotogalerie habe ich versucht, einige Impressionen vom Nordosten zusammenzufassen, um den Leser zu ermutigen, die vielen schönen Buchten im  Osten und  ausgedehnten Sandstrände im Norden zu erkunden oder die alten und geschichtsträchtigen Orte zu besuchen – Inca, Pollenca, Alcudia, Arta, Cala Ratjada, Petra, Sineu etc. Jeder Ort hat seinen eigenen Reiz und seine lange, individuelle und oft kriegerische Geschichte und veranstaltet darüber hinaus sehr malerische Wochenmärkte.

Kulinarisch bietet der Nordosten für jeden Geschmack etwas – in vielen Restaurants preiswerte Mittagsmenus von erstaunlicher Qualität (von 13.00 -16.00 Uhr), ebenso wie eine gehobene Abendgastronomie. Junge Köche bieten für jeweils eine Woche immer nur ein 5 Gang Gourmet-Menu an, das aber durch Qualität und Preis besticht – Reservierungen sind allerdings unabdingbar. Im Gastronomie-Führer „Mallorca geht aus!“  findet man sowohl die aktuellen, als auch die langjährigen Restauranttipps – mindestens genau so viel Spaß bereitet es, selbst auf kulinariche Entdeckungsfahrt zu gehen, auch in kleinen einheimischen Restaurants wird man selten enttäuscht.

Hier einige Tipps, die ich im Norden / Nordosten selbst ausprobiert habe:

Restaurant Canyamel in Inca ( mallorquin, sensationelles Preis-/Leistungsverhältnis)

Santi Tauri in Lloseta ( ein preiswertes Gourmetmenue, super)

Moli es Torrent, Santa Maria del Cami (internationale, sehr gute Küche in schönem Ambiente, Deutsche Inhaber)

La Terraza, Alcanada ( direkt am Meer, Fischspezialitäten)

L`Ovento, Port d`Alcudia (exzellentes Fischrestaurant)

Ca´n Guarassa, Port de Pollenca (mallorquin, schöne Lage)

La IIonja, Port de Pollenca (Fisch, International)

Stay, Port de Pollenca (mallorquin)

Sa Xarxa, Colonia de Sant Pere (Fisch, tolle Lage am Meer)

Bistro del Jardin, Port d`Alcudia (Sterne verdächtig!)

Cassandra, Capdepera (exzellente Küche)

Man könnte endlos fortfahren –suchen Sie Ihr eigenes kulinarisches Glück!

Natürlich darf ein Besuch von Palma bei keiner Mallorcareise fehlen, zumal Palma vor kurzem zur lebenswertesten Großstadt Europas gekürt wurde.

Palma ist zu jeder Jahreszeit einen Besuch wert – vielleicht mit Ausnahme der heißesten Urlaubsmonate Juli / August. Von Oktober bis April gehört die Stadt immer noch mehrheitlich den Palmesen, trotz der Touristenströme aus aller Welt. Der Besucher erlebt in dieser Zeit das ganz normale Leben in dieser alten und schönen Stadt am Meer.

An dieser Stelle verweise ich den Leser auf meinen Palma-Bericht vor einigen Jahren, der immer noch weitgehend aktuell ist: siehe unter „Städtereisen“ auf meiner Reisewebsite.

Auch dieses Mal begannen wir unseren 5 stündigen Rundgang beim Museum „Es Baluard“ und genossen von den Mauern des früheren Forts aus den immer wieder faszinierenden Rundblick über die Altstadt, den Hafen und die bergige Umgebung. Danach bummelten wir durch die geschäftige Jaume III an den großen Kaufhäusern und Luxusgeschäften vorbei und begannen vom Theater aus den Aufstieg zum Placa Mayor mit seinen witzigen Gauklern. Der Weg führte weiter zur Straße Saint Miquel, mit dem Besuch der gleichnamigen Kirche und des sehenswerten Museums Juan March, in dem ausschließlich moderne spanische Künstler ausgestellt werden. Ein kultiger  Cappucino im historischen Ambiente des Cafe Cappucino gehört ebenso zum Ritual eines jeden Palmabesuchs, wie der anschließende Spaziergang hinab zur wundervollen Kathedrale. Es fiel mir auf, dass die schmale Fußgängerzone, deren Beginn von prachtvollen Jugendstilgebäuden beherrscht wird, ein deutliches Trading Up der Geschäfte und Sortimente hinter sich hat. Die früheren touristischen Billigläden wurden ersetzt durch lustvolle Feinkost- und Delikatessengeschäfte, Weinläden, Bäckereien, Tapasbars etc. Selbst die unvermeidlichen Schuh- und Textilgeschäfte, Schmuck- und Andenkenläden haben in puncto fantasievoller Warendarbietung und Einrichtung deutlich aufgerüstet.

Es macht einfach riesigen Spaß durch diese Stadt mit ihren historischen Gebäuden, Plätzen, Markthallen, Palästen, Museen, Kirchen, Hotels, Restaurants, Läden etc. zu bummeln – ein Spaziergang durch die architektonische Geschichte mehrerer Jahrhunderte.in einer intakten, lebendigen und unglaublich sauberen, modernen Großstadt!

Der Höhepunkt ist immer der Besuch der wunderbaren Kathedrale, in deren gotischem Ambiente neben den mittelalterlichen Kunstwerken auch der Jugendstil von Gaudi und moderne zeitgenössische Kunst Platz findet. Hier empfiehlt es sich, einen Audio-Guide zu nehmen, der im Eintrittspreis (!) enthalten ist.

Es gibt natürlich noch ungeheuer viel zu entdecken in Palma, z.B. an regnerischen Tagen das eindrucksvolle Aquarium oder das sehr schön gelegene Miro-Museum oder den lebhafte Hafen, die vielen historischen Innenhöfe etc.- nicht zu vergessen das umfangreiche kulinarische Angebot vom Schnellimbiss bis zur Sterneküche.

Nehmen Sie sich viel Zeit und einen aktuellen Reiseführer und verpassen Sie keinesfalls den Besuch dieser tollen Stadt!

 

Klaus Weidner                                             Oktober 2015

 

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