Out of Africa

Fotosafari in Kenia, ein Reisebericht dazu

 
Es begann mit dieser Ankündigung in unserer e-mail:
 

 WINE &WILDEBEEST-GREAT MIGRATION SAFARI

SEPTEMBER 28 – OCT 4, 2012

„THE GREATEST SHOW ON EARTH“

“THE WORLD CUP OF WILDLIFE

David & Rita Trafford in conjunction with wildlife authors & photographers Daryl & Sharna Balfour invite you to join them on an exclusive wine & wildebeest migration safari in Kenya’s acclaimed Maasai Mara National Reserve. Past guests of Daryl & Sharna’s have described these safaris as “the world cup of wildlife” and they pride themselves on offering what they believe to be “the original and best wildebeest migration safaris currently available.

As they have done for the past 10 years, Wildphotos Safaris will erect an exclusive private tented camp, accommodating a maximum of 12 guests, for the exclusive use of this safari group.

David & Rita Trafford of leading South African winery De Trafford will present nightly tastings of their special and exclusive vintage wines, while acclaimed South African wildlife photographers and authors Daryl & Sharna Balfour will be on hand to offer insights into this wildlife spectacle as well as specialist advice about how to take better photos of your safari-in-a-lifetime.

Our resident Kenya-born naturalists, Pierre Burton and Phil West are among the best safari guides in Africa and will ensure that your safari is memorable and informative. The annual wildebeest migration, one of the natural wonders of the world, has been termed “the greatest show on earth” and it is truly something that is impossible to describe or even adequately film or photograph.”

 

Ach, nee, nicht schon wieder wildlife, wir haben doch alles gesehen – dachte ich.

Aber Lothars Augen leuchteten, was soll man da machen als liebende Ehefrau??

Wir haben uns angemeldet, nur 12 – 14 Personen zugelassen, Mobile Camp, Hemingway style hieß es. Keine Rückerstattung bei vorzeitigem Rücktritt. Also haben wir alles versichert und gehofft, dass es laut Planung laufen wird. Als wir jedoch beim Herrn Dr. vorsprachen, um die notwendige Gelbfieberimpfung zu erhalten, riet er uns ab, nicht in Ihrem Alter (72 und 73), zu gefährlich. Er gab jedem von uns ein Brieflein mit, dass wir aufgrund unsere Alters usw usw….. Zuerst wollten wir absagen , da es in der Anmeldung hieß, ohne Impfung kommt man nicht rein nach Kenia oder noch schlimmer nicht mehr rein nach SA. Aber die Brieflein halfen – verursachten jedoch grosses Gelächter bei der Dame an der immigration in Nairobi, da sie uns das “hohe Alter “nicht abnehmen wollte.

Nun ist alles gebucht, Flug nach Kenia mit miles in Business Class, Hotel in Nairobi vom Feinsten. Kleine Tasche gepackt für jeden, nicht mehr als 15 kg und los geht’s!

Erster Stopp in Johannesburg im Hotel direkt am Flughafen, da es am nächsten Morgen sehr, sehr früh weitergeht. Wer sitzt im Flugzeug neben mir, einer unserer ehemaligen Minister der ersten schwarzen Regierung von 1994, Mr. Valli Moosa. Jetzt im Umweltschutz tätig und sehr sehr oft in Deutschland, kennt sie alle, die deutschen grünen Politiker.

Am nächsten Morgen mit SAA nach Nairobi. Dort war alles organisiert, wir wurden abgeholt, durch alle bürokratischen Hindernisse (Visa kaufen etc.) geführt und trafen dann – nach einer längeren Fahrt durch eine typisch afrikanische Stadt mit einem Horrorverkehr im Hotel – eine Oase in diesem Gewühle – ein.

Dort stießen wir auf die anderen Mitglieder dieses Safari Abenteuers: ein canadisches Ehepaar, in USA lebend, ein englisches Ehepaar, 3 südafrikanische Ehepaare und wir sowie das Ehepaar Trafford. Wurde ein lustiger netter Abend. Am nächsten morgen stand ein Besuch der Elephanten orphanage auf dem Plan, lauter kleine Kerlchen, denen man die Mutter weggeschossen hat oder die gestorben ist ,werden dort hochgepäppelt.  Sehr schön und doch traurig!

Apropos Schießen: Vor Jahren trat in Kenia ein Gesetz in Kraft, dass keine Wild-Tiere mehr geschossen werden dürfen, auch nicht für die Nahrungsaufnahme. Hier in SA und in Namibia ist immer noch erlaubt, dass wohlhabende Typen aus Europa oder anderen Ländern sich Jagdtrophäen erschießen. Müssen die damit Ihr Selbstwertgefühl aufbessern?? Wer wagt es denn auf so unglaublich schöne Tiere zu schießen und fühlt sich dabei auch noch großartig!! (Meine subjektive Meinung).

Dann flogen wir in einem kleinen 12 Sitzer und einem 4 Sitzer Flugzeug (45 Minuten Flug) in die Maasei Mara und landeten bei unserem mobile camp. Die Zelte waren ausgestattet mit allem was man braucht, mehr war nicht nötig.

Jeden Morgen um 5.30 Uhr bis manchmal 13.00 fuhr man mit unseren hoch qualifizierten Safari Guides hinein in die Maasai Mara und erlebte sehr interessante, auch seltene und schöne Tiersituationen.

Danach kam lunch, lecker, lecker, lecker, was an Speisen aus dieser mit einfachsten Geräten ausgerüsteten Küche kam, die von einheimischen Köchen gehandhabt wurde. Wir saßen alle im Speisezelt an einem langen Tisch.

Nachmittags meldete man sich zu einer Dusche an und auf die Minute rief jemand hinter dem Zelt, “the shower is ready”. Er füllt dann einen großen Beutel mit warmem Wasser und Du duscht im Zelt comfortably. Das Gleiche mit Waschwasser, das wurde morgens um 5.30 warm angeliefert. Für das WC wurde ebenfalls ein großer Wasserbeutel ständig nachgefüllt (Äußerst angenehme Sache für uns verwöhnte Europär!!) Einer der kenianischen Mitarbeiter im Camp ist ein Enkel des Kochs Camante Catura von Karen Blixen “Out of Africa”. Koko sein Name, voller Stolz hat er uns davon erzählt.

Zur Teestunde gab es den leckersten Kuchen und auf ging‘s wieder hinaus in die Wildnis – und wieder gab es wunderbare Tiererlebnisse. Ihr hättet mal die Kameras sehen sollen, die da aus den Autos herausgehoben wurden – Schwerstgeschosse, mehrere Kilo schwer, 600 mm, dagegen war Lothars Foto mit Tele ein Gogomobil!

Unsere Guides (s. ihre Namen und Qualifikation im Text oben) großes Wissen und unglaublich committed, wurden abwechselnd einem anderen Fahrzeug mit Gästen zugeteilt .Lothar und ich hatten einen Guide jeweils für uns alleine, da ein weiteres Ehepaar angesagt war, aber nicht kommen konnte, da der Ehemann vor der Reise verstarb, der Arme!

“The Maasai Mara is renowned for its predators – lions, leopards and cheetah are there in abundance – all attracted by the large numbers of herbivores, and is regarded as one of the best wildlife viewing destinations in Africa by Daryl & Sharna Balfour, as well as by many other top wildlife photographers and film makers. The Mara is specifically featured in the BBC’s acclaimed documentary series Big Cat Diary and Big Cat Live and we are likely to see many of the lions, leopard and cheetah that have become the stars of this TV series, as well as the stars of the film crew themselves.”

Tja, ich werde jetzt nicht die ganzen Tierbegegnungen, die wir hatten, aufzählen, dafür sprechen die beigefügten Fotos, aber über das ganz, ganz große Erlebnis muss ich doch berichten.

Vorletzter Tag, ich bat um eine spätere Abreise am morgen (grauenvoll, jeden morgen um 5.30 raus!!) und wir machten uns mit Daryl um 8.30 auf den Weg. Er wird von seinen Kollegen, die früh gefahren sind, informiert : “Schnell zum Fluss Mara, eine große Tieransammlung baut sich auf!” Wir sind gefahren wie die Henker ,und als wir ankamen waren die ersten Tiere (Gnus und Zebras)schon im Fluss.

Der Fluss lag rechts, groß und breit vor uns, wir waren links oben und da waren sie 8 – 10000 Tiere, aufgereiht wie die chinesische Mauer, die nacheinander sich dem Fluss näherten, hineinsprangen, rüber schwammen und auf dem Ufer gegenüber (ziemlich steil) wieder hinaufkletterten. Wir standen da gebannt fast eine halbe Stunde lang – genau wegen dieses “ river crossing “ kommt man zu dieser Jahreszeit hierher ,und wir durften es erleben, es klappt nicht immer, dass man genau vor Ort ist. wenn es geschieht.

Kleine Nebengeschichte. Die Zebras leben in kleinen Familiengruppen. Und oh weh, alle trauten sich nicht. So standen sie sich an den Ufern gegenüber und bekundeten ihre Sorge mit Geräuschen, dass sie es nicht alle gemeinsam geschafft hatten, den Fluss zu durchqueren. Aber Daryl meinte, sie finden noch ihren Weg, manche sind eben nicht gleich so mutig.

Tja, dann war fast die Luft raus! WIR HABEN DIES ERLEBEN DÜRFEN!

Am Nachmittag fuhren wir dann in den Abend hinein und genossen einen schönen Sonnenuntergang, an Löwen und vielen anderen Tieren vorbei. Ja und dann gab’s das große Abschieds Essen.

Unsere Abendessen: Ein Traum! Jeden Abend wurde der große Tisch mit Kerzen bestückt, es gab Tuchservietten (“Hemingway Safari Style”, Betonung liegt auf style!)und David Trafford kredenzte uns zu feinen Speisen seine eleganten Weine .

Dann wurden wir im Dunkeln von jungen Maasei Mara Männern mit ihren Speeren sicher in unsere Zelte zurückgebracht, die sie über Nacht bewachten.

Diese Safari war so ganz anders, als alles was wir vorher erlebt haben. Wir waren ja vor 20 Jahren schon mal in Kenia , und wir haben auch, seit wir in Südafrika leben (17 Jahre), fast jedes Jahr einen Safari Urlaub hier im Land, auch in Zimbabwe und in Botswana gemacht, aber nicht in einem so besonderen “mobile camp”. Das ist eine ganz andere Erfahrung als die zum Teil luxuriösen Hotels im Busch.

Daryl Balfour ist u.a. auch großer Weinkenner und Sammler und hatte die Idee Fotosafari mit wine tasting zu verbinden.

David und Rita Trafford haben ihr Weingut bei uns um die Ecke in Stellenbosch, und wir trinken seit vielen Jahren gerne diese ausgereiften feinen Weine. Jetzt haben wir uns persönlich kennengelernt. Wenn Du den Weinmaker vor Augen hast und ein Glas seines Weines trinkst, ist das doch was Besonderes, oder nicht?

Also, wer immer das liest, wir können dieses spezielle Erlebnis nur empfehlen.

Nächstes Jahr wird diese Safari wieder angeboten:

wildphotos@mweb.co.za

www.wildphotossafaris.com

Ursula Ehrhardt

 

Einen weitern tollen Bericht aus Afrika findet Ihr bei Dennis Heidrich

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Out of Africa - Fotosafari in Kenia
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Out of Africa - Fotosafari in Kenia
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Diese Safari war so ganz anders, als alles was wir vorher erlebt haben., in diesem Reisebericht über Afrika können Sie es lesen.
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